damals vor über 950 Jahren...
und König Johann der Blinde

Der Ursprung der heutigen Ortsgemeinde Freudenburg geht auf die Siedlung Ossima zurück. Schon im Jahre 1052 wurde dieser Ort erwähnt. Etwa 100 Jahre später trägt Ossima den Namen Usmen. In einer Urkunde des Trierer Erzbischofs Hillin (1152 bis 1169) erscheint als Zeuge Theoderich von Usmen. Diesen Hof, ein luxemburgisches Lehen, erwarb um 1330 König Johann der Blinde von Böhmen, Graf von Luxemburg, von einem Herrn Sohier von Bourscheid und ließ dort eine Burg errichten.

Die Burg sollte zur Sicherung der Straße Metz - Trier dienen. Militärische Bedeutung hatte sie jedoch nie. Schon im Jahre 1342 verkaufte der König die Burggrafschaft an den Trierer Erzbischof Balduin für 10 000 Florentiner Gulden. Bei dem Verkauf behielt er sich das Rückkaufsrecht vor, von welchem er auch bald wieder Gebrauch machte. Nach einem Schriftstück aus dem Jahre 1344, das sich im Stadtarchiv Koblenz befindet, wird König Johann wieder als Besitzer der Burg ausgewiesen. Sein Sohn Karl, der spätere deutsche Kaiser Karl IV., trat sein Erbe Freudenburg nach dem Tode seines Vaters wieder an den Trierer Erzbischof Balduin ab...

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